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SC Gatow

Der Fußballverein in Gatow wurde bereits 1931 als Gatower SV gegründet und dürfte damit einer der ältesten Sportvereine am Ort sein. Zunächst spielte man auf einem Sandplatz am Groß-Glienicker Weg, den Bauer Ernst zur Verfügung gestellt hatte. Da diese Fläche während des Zweiten Weltkrieges und danach wieder als Getreide- und Kartoffelfeld benötigt wurde, spielte man nach dem Krieg als kommunale Sportgruppe unter Aufsicht der Alliierten in Hohengatow an der Straße Am Auslandshaus. 1949 schließlich wurde der Verein als SC Gatow als Nachfolgeorganisation des Gatower SV wiedergegründet. Jetzt wurde auf einem Sandplatz rechts neben der Schule gespielt, auf dem heute Reihenhäuser stehen. Mit großzügiger Untzerstützung des Bezirksamtes wurde links neben der Schule ein Rasenplatz angelegt, der 1953 eingeweiht werden konnte. In den fünfziger Jahren konnte der Verein einen großen Mitgliederzuwachs verzeichnen, so dass teilweise 5 Männer- und 6 Jugendmannschaften gemeldet werden konnten. Der bis dahin größte sportliche Erfolg gelang im Spieljahr 1957/58, als man aus der dritten in die zweite Klasse aufsteigen konnte.

Nachdem es Anfang der sechziger Jahre gelang, einige Sponsoren zu gewinnen und man mit Fritz Mauruschat, der zuvor mit Tasmania 1900 fünfmal Berliner Meister geworden war, einen renommierten Trainer verpflichten konnte, kam auch der sportliche Aufschwung. Vom Spieljahr 1961/62 bis 1964/65 gelang in 4 Jahren dreimal der Aufstieg aus der 2. Klasse bis in die Regionalliga Berlin, damals eine Klasse unter der Bundesliga! Hier durfte man dann unter anderem gegen Hertha BSC (mit Rehhagel, Faeder, Fahrian und Groß) an der „Plumpe“ am Gesundbrunnen vor 4002 Zuschauern spielen und hielt sich beim 1:3 wie auch bei der 1:2 Niederlage im Rückspiel am Askanierring achtbar. Den Abstieg aus der Regionalliga konnte man jedoch nicht verhindern und musste in den nächsten Jahren kleinere Brötchen backen.

Mitte der siebziger Jahre begannen dann die Planungen für das Vereinsheim am Weiten Blick 48, das im wesentlichen durch einen Kredit des Senats und durch Eigenleistungen erstellt werden konnte. Baubeginn war dann im Mai 1979, Einweihung wurde im November 1980 gefeiert. Zu dieser Zeit wurde auch der Sandplatz neben der Schule durch einen Hartplatz hinter der Schule ersetzt.

Unterdessen hatte sich auch die erste Mannschaft unter dem Vorsitz des unvergessenen und leider viel zu früh verstorbenen Peter Volckmann bis in die Amateuroberliga Berlin, der damals höchsten Spielklasse im Westen Berlins, hochgespielt, wo sie in den achtziger Jahren insgesamt sieben Jahre spielte! In der Saison 1991/92 spielte man nach der Wiedervereinigung und Zusammenlegung des Spielbetriebs in der Amateuroberliga Nordost sogar noch gegen Mannschaften wie den Europapokalsieger 1974, den 1. FC Magdeburg, und Union Berlin! Nach drei Jahren Verbandsliga Berlin musste man dann wieder kleinere Brötchen backen und es ging runter bis in die Kreisliga B. Im Jahr 2000 übernahm Bernd-M. Trepte den Vorsitz des Vereins. Mit der Verpflichtung von Spielertrainer Carsten „Charly“ Köhn gelang der 1. Mannschaft ein „Aufstiegshattrick“, man schaffte den Sprung von der B-Klasse bis in die Landesliga (zweithöchste Berliner Spielklasse), wo man sich zwischenzeitlich etabliert hat. 2006, im Jahr des 75-jährigen Bestehens des Vereins, gelang den Gatowern nach 25 Jahren wieder einmal der Gewinn des Bürgermeisterpokals, den die Mannschaft am 30.07.2006 stolz aus den Händen von Konrad Birkholz entgegen nahm.

Der Verein ist heute in der glücklichen Situation, alle Altersklassen von den Vierjährigen bis zu den Überfünfzigjährigen besetzen zu können. So ist die Jugendabteilung von den Minikickern (ab 4 Jahre) bis zur A-Jugend (16-18 Jahre) durchgängig besetzt. Im Erwachsenenbereich gibt es neben zwei Männermannschaften, ein Seniorenteam (über 32 Jahre), eine 7-er Altliga (über 40 Jahre) und eine Ü-50 Mannschaft. Wer mitmachen will, kann sich beim Vorsitzenden Bernd Trepte (Tel. 36 80 16 09) oder bei der Jugendleitung Petra Teschendorf (Tel. 36 43 12 40) melden oder schaut im Vereinsheim vorbei. Der Verein hat zurzeit ca. 400 Mitglieder, jeweils zur Hälfte Jugendliche und Erwachsene. Die erste Mannschaft spielt ihre Heimspiele im vierzehntägigen Rhythmus sonntags ab 14.00 Uhr. Wer sich über den Zeitpunkt der Spiele informieren will, findet in Gatow zwei Schaukästen, den einen in der S-Kurve vor der Pizzeria, den anderen vor dem Haus Alt-Gatow 9 – 11. Und das Vereinsheim an der Straße Weiter Blick, das sicherlich zu den schönsten seiner Art zählt, lädt gerade im Sommer mit seinem Blick von der Terrasse auf die Gatower Heide auch Nichtmitglieder zum Verweilen ein.

Gerrit Kähling/Bernd-M. Trepte